Mutterspracherwerb diente als Vorbild

Shinichi Suzuki (1898 – 1998), Spross einer japanischen Geigenbauerfamilie, kam in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Deutschland, um Geige zu studieren. Er wollte einen Lehrer, der ihm nicht nur die Technik, sondern auch die Kunst der schönen Töne beibrachte. Nach einem Konzert des Klingler-Quartetts fand er, was er gesucht hatte und begann bald sein Studium bei Karl Klingler.

 

In Berlin hatte Dr. Suzuki noch ein zweites Schlüsselerlebnis: er tat sich sehr schwer mit der deutschen Sprache und entdeckte schliesslich das Geheimnis der Muttersprache, welche die Kinder unter anderem durch ständiges Wiederholen und Nachsprechen lernen. Dr. Suzuki übertrug das «Muttersprachenprinzip» auf das Erlernen eines Instruments:

· Lernen durch Nachahmung

· Früher Beginn (zwischen 3½ – 4½ Jahre ist in Europa üblich)

· Pflege des Repertoires (ähnlich dem Aufbau des Wortschatzes)

· Anfänglich geschieht alles über das Gehör, das Notenlesen kommt später

(meistens im Alter von ca. 7 – 9 Jahren)

 

In den USA ist die Suzuki-Methode, die anfangs der 70er Jahre nach Europa kam, mittlerweile Standard. Sowohl der frühe Beginn als auch die starke Betonung des Gruppenunterrichts wirken sich sehr positiv auf die Motivation der Kinder aus.

 

 

Suzuki Musiklehrer/Innen